Curated by_Kristina Scepanski

Curated by_Kristina Scepanski

Es gibt gesellschaftliche Gruppen, die mit „instrumenteller Unterstützung“ schlafen, und solche, die das nicht tun. Mit diesem und ähnlichen Beispielen dekonstruierte Marcel Mauss 1934 in seiner kulturanthropologischen Klassifikation der Techniken des Körpers die Vorstellung von scheinbar natürlichen menschlichen Bewegungsabläufen.

Curated by_Sabeth Buchmann

Curated by_Sabeth Buchmann

Das Bett im und als Medium, als architektonisches und ikonografisches Objekt, in dem vertikale und horizontale Ordnungen sich durchkreuzen: Produktion und Reproduktion, Sexualität und Erschöpfung, Aktivität und Passivität, (Un-)Bewusstes und Bewusstlosigkeit. Nirgendwo sonst ist das Subjekt zugleich in und außer sich, im Dies- und Jenseits seiner Wahrnehmung.

Curated by_Olga Sviblova

Curated by_Olga Sviblova

Die durch Kontemplation gekennzeichnete Moskauer konzeptuelle Schule entstand in den 1970erJahren, während der „Jahre der Stagnation“ der Sowjetunion. Sie kultivierte die typisch russische Trägheit, der bereits der Autor Iwan Gontscharow 1859 in seinem klassischen Roman Oblomow Ausdruck verliehen hatte.

Curated by_Francesco Stocchi

Curated by_Francesco Stocchi

Die Wechselbeziehung von Architektur und menschlichem Verhalten lässt sich über die Jahrhunderte des Zivilisationsprozesses verfolgen. Man sieht daran auch, dass Veränderungen unserer Gewohnheiten die „Lebensqualität“ verbessern und zu innovativen Hybridformen führen können: in diesem Sinn kann ein Bett zum Arbeitsplatz mutieren.

Curated by_Abigail Solomon-Godeau

Curated by_Abigail Solomon-Godeau

Schlaflose Nächte, auch jene von schlafgestörten Menschen, können singulär, von den Umständen beeinflusst, periodisch oder auch chronisch auftreten. Wie Schmerz oder Lust kann man seine eigene Schlaflosigkeit subjektiv beobachten und beschreiben, nicht jedoch objektiv jene von anderen Menschen.

Curated by_Basak Senova & Stephane Ackermann

Curated by_Basak Senova & Stephane Ackermann

In der Mathematik wird die Rotation eines Festkörpers über einen Fixpunkt definiert. Weicht man frei nach dem Mach'schen Prinzip metaphysisch von dieser Definition ab, ergeben sich zahlreiche Fragen zu unserem Verhältnis zu den Räumen, die wir bewohnen, sehen und erleben – ja sogar zu denen, die wir nicht erleben.

Curated by_Peter Stastny

Curated by_Peter Stastny

Prokrustes war ein Schmied mit einer Herberge am Fuße des Korydallos unweit von Athen. Er pflegte müde Reisende einzuladen, um ihnen eines seiner eisernen Betten anzubieten, wo er sie dann entsprechend zurechtstreckte oder -stutzte, bis sie genau in das Bett passten. Wollte er damit die sichere Passage nach Eleusis verhindern?

Curated by_Matteo Lucchetti

Curated by_Matteo Lucchetti

Wie viel produzieren wir eigentlich unbemerkt im Schlaf? Werden die Daten, die kurz vor dem Einschlafen auf unseren Mobilgeräten schnell vorbeihuschen, vielleicht in einer anderen Welt, in einer anderen Zeit profitabel? Immerhin treten uns unsere Wünsche und Zukunftspläne, wenn wir zu Bett gehen, klarer vor Augen.

Curated by_Philipp Kaiser

Curated by_Philipp Kaiser

Die Malerei wurde mehr als einmal für tot erklärt und hat über die Jahrhunderte und Jahrzehnte immer wieder neue Formulierungen gefunden und sich stets wiedererfunden. Als Medium mag sie alt sein und veraltet erscheinen, doch gleichzeitig ist sie gemeinsam mit der Zeichnung das vielleicht direkteste Medium, welches der Frage nachgeht, was ein Bild sein könnte.