Curated by_Ivica Buljan

Mario Mauroner Contemporary Art

 Courtesy: Mario Mauroner Contemporary Art

Courtesy: Mario Mauroner Contemporary Art

more items for the room
Mit „more items for the room“ setzt das slowenische Künstlerduo son:DA (Metka Golec und Miha Horvat) jenen Arbeitsbereich vertiefend fort, den es im Rahmen seiner Multimedia-Praxis schlichtweg als „mouse-computer-drawings“ bezeichnet. Die Motive der großformatigen Unikatprints auf Leinwand zeigen durchwegs unsere Alltagsikonen: technische Elemente aus der elektronischen Menagerie unserer häuslichen Umfelds wie Telefone, Computer, Wandheizungen, Steckdosen und den unvermeidbaren elektrischen Kabelsalat. 

"Es entsteht ein geradezu schizophrenes Pendeln zwischen Bild und Raum, zwischen Objekt und Prozess, zwischen Statischem und Dynamischen, zwischen dem Vollendeten und Unvollendetem."

Son:DA transportieren den objektiven Status dieser Gegenstände auf eine höhere Ebene und verleihen ihnen damit in Ihren Bildern einen neuen Stellenwert. Ihre Arbeit ist zugleich eine mit feiner Ironie vorgetragene Kritik an der Absurdität der modernen technologisierten Gesellschaft und Ihrer rasant voranschreitenden Entfremdung. 

Der slowenischen Kuratorin und Kritikerin Nevenka Šivavec zufolge sind es zwei Kräfte, die in der Arbeit von son:DA wirken: „Einerseits Ihre direkte und scharfe Stellungnahme zu den erdrückenden und vernichtenden Auswirkungen der High-Tech-Gesellschaft auf den Menschen und andererseits das Vergnügen an der rein formalen, spielerischen Anwendung von Technologie. Die erste Kraft bedient sich des traditionellen Mittels der Bilderzeugung - im Falle son:DA mithilfe des Computers, den das System Kunst sich mühelos angeeignet und kommodifiziert hat.  Die zweite greift das Konzept der offenen Arbeit, Unvollständigkeit und Kommunikation auf und ist von daher weitaus schwieriger zu definieren. Dadurch entsteht ein geradezu schizophrenes Pendeln zwischen Bild und Raum, zwischen Objekt und Prozess, zwischen Statischem und Dynamischen, zwischen dem Vollendeten und Unvollendetem. In ihrem Darstellungssystem gelingt son:DA der Balanceakt zwischen zwei Gegensätzen mit einer eindeutigen Tendenz hin zu einer offenen Struktur, zu Verknüpfungen und Interaktion...“


Works by
Metka Golec
Horvat Miha

Ivica Buljan *1965 in Sinj, Kroatien, lebt und arbeitet in Kroatien.