Curated by_Lóránd Hegyi

Mario Mauroner Contemporary Art

 Exhibition View, Mario Mauroner Contemporary Art, Jan Farbres Welt, curated by_Lóránd Hegyi , 2012, Photo: Mario Mauroner Contemporary Art

Exhibition View, Mario Mauroner Contemporary Art, Jan Farbres Welt, curated by_Lóránd Hegyi , 2012, Photo: Mario Mauroner Contemporary Art

Jan Fabres Welt
Das gesamte gigantische, vielschichtige, multidisziplinäre, komplexe Oeuvre des belgischen Künstlers Jan Farbe, mit seiner literarischen und visuell-plastischen Arbeit, mit seinem Theater und Tanz, lässt sich als eine äußerst kohärente, in ihrer grundsätzlichen ästhetischen und philosophischen Orientierung vollkommen homogene, intellektuell und emotionell einheitliche Vision über die tiefliegenden, verborgenen Mechanismen der menschlichen Handlungen und Konstellationen, Motivationen und Wünschen, also über die Energien und Kräfte, die unser Leben, die Reaktionen auf die Ereignisse, die Entscheidungen, die Beziehungen zwischen Menschen, die Ablehnungen, die Ängste, die destruktiven Neigungen und die autodestruktiven Prozesse in den dunklen Bereichen des Unbewussten determinieren.

"Jan Fabre's Leben ist seine Arbeit; er existiert als Mensch nur in dieser vitalen, wilden, schöpferischen Aufregung und ständigen Intensität, wobei Leben und Werk voneinander vollkommen untrennbar sind."

Obwohl die künstlerische Arbeit von Jan Farbe ständig Überraschungen und unerwartete Erneuerungen uns bietet, obwohl seine radikale Phantasie, sein Neugier, seine zweifelslose Virtuosität und teilweise obsessive Arbeitsenergie eine ständige, fast vegetative, unaufhaltbare Entfaltung der immer neuen Werke auf allen schöpferischen Gebieten aufweist, sein grundsätzliches Engagement für die mutige, unbeschränkt kompromisslose Vergegenständigung der dramatischen, zerstörerischen und gleichzeitig kreativen, fruchtbaren Komplexität des Menschlichen bleibt im Zentrum seiner Arbeit und seines Lebens. Jan Fabre's Leben ist seine Arbeit; er existiert als Mensch nur in dieser vitalen, wilden, schöpferischen Aufregung und ständigen Intensität, wobei Leben und Werk voneinander vollkommen untrennbar sind. In diesem Sinne scheint Jan Farbe einer der letzten "Universalkünstler" zu sein, der die wunderschöne, rationelle Utopie der transparenten Vollkommenheit der Renaissance mit der unaufhaltbaren Vitalität der irrationellen, widersprüchlichen, unkontrollierbaren Prozessen der psychischen Tiefenstrukturen des Menschen, verbindet. Leben und Arbeit, Kunst, Theater, Literatur, politisches Engagement,  individuelle, einsame schöpferische Stunden im Atelier und Direktion der Theatergruppe, dies alles ist der Künstler und der Mensch Jan Farbe. 


Works by
Jan Fabre

 Exhibition View, Mario Mauroner Contemporary Art, Jan Fabres Welt, curated by_Lóránd Hegyi , 2012, Photo: Mario Mauroner Contemporary Art

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