Curated by_Nicolaus Schafhausen

Galerie Meyer Kainer

 Exhibition View, Galerie Meyer Kainer, casualties, curated by_Nicolaus Schafhausen, 2011, Photo: Galerie Meyer Kainer

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casualties
Teppiche sind ursprünglich ein vielgestaltiges Möbel der Nomaden. Für Nomaden bedeuten Teppiche auch so etwas wie ein Stück "Heimat". Kann ein Teppich doch mühelos von einem Ort zum anderen ohne viel Aufwand mitgenommen werden. Dass wir nicht nur in Gebäuden leben – mit oder ohne Teppich – sondern auch innerhalb der Sprachen, die wir sprechen, ist etwas, was wir alle kennen. Mehrere Sprachen zu sprechen, bedeutet auch, nomadisch leben zu können. Die 1971 in der georgischen Hauptstadt Tiflis geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin Thea Djordjadze wechselt scheinbar mühelos von ihren Muttersprache Georgisch zu Ihrer zweiten Muttersprache Russisch, zu Deutsch, zum Englischen. Es kann also kein Mysterium sein, das sich teppichartige Gebilde wie eine linienförmige Struktur durch das Werk von Thea Djordjadze ziehen. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der minimalistischen Formensprache und Materialien der Moderne und Postmoderne und ihren Zuschreibungen, indem sie diese in ihre ideologischen Einzelteile zerlegt, um die vermeintlich unsichtbaren Dinge ins Zentrum zu rücken, die Architektur und Design nicht zuletzt aufgrund ihres proklamierten gesellschaftlichen Auftrag der Nutzbarkeit ausblenden müssen. Djordjadzes Faszination für Funktionalismus und Formalismus ist ihren Installationen unverkennbar – die Künstlerin interessiert die Symbiose des vermeintlichen Widerspruchs von konzeptuellen und intuitiven Handeln in ihren Arbeiten aufzuzeigen: Wie kann Funktion und Form jenseits ihres Nutzens auch gelesen werden. Thea Djordjadzes Objekte, Skulpturen und Installationen sind poetische Analysen unseres umbauten Alltags.

Nicolaus Schafhausen


Works by
Thea Djordjadze

Nicolaus Schafhausen *1965 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Berlin und Rotterdam.

 

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