Curated by_Susanne Titz

Galerie Meyer Kainer

 Exhibition View, Unsere Herkunft haben wir uns selbst ausgedacht, curated by_Susanne Titz, Galerie Meyer Kainer, 2016, Photo: Galerie Meyer Kainer

Exhibition View, Unsere Herkunft haben wir uns selbst ausgedacht, curated by_Susanne Titz, Galerie Meyer Kainer, 2016, Photo: Galerie Meyer Kainer

Unsere Herkunft haben wir uns selbst ausgedacht
Ein Film wie ein Bewusstseinsstrom: Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, Diskussion über (Un-)Möglichkeit von Widerstand oder Revolution, Reden, Schweigen, Abschweifen, der eigene Professor, Christopher Williams, in der Wiener Secession, chinesische Studenten in Duisburg, Autokolonne des chinesischen Staatspräsidenten in Duisburg, Arbeiten ehemaliger Kommilitonen und eigene Arbeiten auf der Art Cologne 2014.

The Production Line of Happiness: Ein Titel von Christopher Williams (The Production Line of Happiness, 2014 – die Produktionsstraße bzw. das Fließband des Glücks) wird zum Fragesatz, zu einem inneren Auge, Ohr, Denken darüber, was produziert wird und was Glück ist.

"Sie handelt von dem, was motiviert. Also von irgendeiner möglichen Herkunft, die zugleich fraktal und mono, Realität und Konstruktion ist." 

In der weiteren Arbeit geht es um Techno und die Geschichte der Kultur des Draußen, Produktionswege von Musikfestivals, die Flucht- und Sehnsuchtsmotive im Spätkapitalismus seit Beatniks, Monterey und Land Art. Fehr und Rühr, die nicht Bildhauer, sondern Filmemacher sind, lassen Objekte nachbauen, die von Anderen sind. Sie zeigen Schönheit und Glück der Skulpturen auf Festivals, die von Künstlern, Kulissenbauern, Profis und Fantasy-Fans stammen, anonym oder in Gruppen, mit kurzfristiger Existenz und anschließender Zerstörung produziert werden, entweder für Recycling oder für Verbrennung (Burning Man, Nevada). Es ist Festival-Kunst, wurde früher Folk Art genannt.

Die Titel stammen aus einer Liste von außergewöhnlichen menschlichen Erfahrungen, die eingebrannten Sätze aus dem Buch „Idols of the Tribe. Group Identity and Political Change“ von Harold R. Isaacs, die geometrischen Formen aus mathematischen Systemen, deren idealistische Ästhetik vermutlich auch soziale Strukturen und individuelle psychologische Prozesse meint.

Zeiten, Räume und Orte verschleifen, Im Film wandern Ton und Bild. In den Objekten wandern Formsprachen. Es geht um Sehnsuchtsmotive, Glücksversprechen. Die Position dieses Arbeitens ist drinnen und zugleich draußen. Sie handelt von dem, was motiviert. Also von irgendeiner möglichen Herkunft, die zugleich fraktal und mono, Realität und Konstruktion ist.


Works by
Henning Fehr & Philipp Rühr

Susanne Titz (* 1964) ist Kunsthistorikerin und seit 2004 Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach. 

 Exhibition View, Galerie Meyer Kainer, 2016, Photo: Galerie Meyer Kainer

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