Galerie Hubert Winter

 Exhibition View, Galerie Hubert Winter, curated by_Derya Yücel, 2011, Photo: Karl Kühn

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curated by_Derya Yücel

Galerie Hubert Winter

 

Fragments of Memory

Die Wiederkehr alles Unterdrückten, Untergeordneten und Vergessenen fand als Aufbruch in Form von Dekonstruktion, Feminismus und Immigration statt.
Nil Yalter (*1936) war Zeugin des Zerfalls, der Auflösung von Geschichte/Erinnerung und dem Fall von Grenzen. Seit den 1960er-Jahren redefiniert sie politische, ideologische, ästhetische und männlich-dominierte Narrative aus ihrem weiblichen Blickwinkel.

Nil Yalters Kunst versöhnt die heterotopische Zukunft innerhalb einer heterogenen Gegenwart, visualisiert die Ablehnung des „Akademischen“, und legt aus einer angemessenen Distanz heraus Zeugnis ab. Angeregt von Poesie, Soziologie, Anthropologie und Ethnologie tauchen die in Yalters Arbeiten konstruierten Erinnerungen als Gemeinplätze der Immigration, des Exil, der Entfremdung, Durchmischung und Interaktion einer angeblichen “Kultur”, die es zu hinterfragen gilt, auf.

Die Künstlerin beschäftigt sich nicht nur mit dem Spannungsverhältnis Ost/West, Tradition/Moderne, Lebensbedingungen ökonomischer, politischer oder sozialer Diskriminierungen, sondern auch mit dem Echo der latenten Erinnerungen, das sie in kunstgeschichtlichen Narrativen zu einem Hybrid von Ästhetik und Dokumentation transformiert.

Während ihrer gesamten künstlerischen Karriere hat Nil Yalter unser überliefertes Erbe – Kultur, Geschichte, Sprache, Tradition, Identität - fragmentiert, befragt und rekonfiguriert. Ihr mutiger und visionärer Zugang macht sie zu einer der Pionierinnen soziologischer, ästhetischer ethnokritischer Kunst.

Derya Yücel

 
Works by
Nil Yalter
 

Derya Yücel *1979 in Istanbul, lebt und arbeitet in Istanbul.

 

 Exhibition View, Galerie Hubert Winter, curated by_Derya Yücel, 2011, Photo: Karl Kühn

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Galerie Hubert Winter

Breite Gasse 17 • 1070 Vienna • Austria

www.galeriewinter.at

 

Galerie nächst St. Stephan

 Exhibition View, Galerie nächst St. Stephan, curated by_Adam Szymczyk, 2011, Photo: Markus Wörgötter

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curated by_Adam Szymczyk

Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

 

Dead Letter Office

“Ich möchte lieber nicht”, die legendäre Antwort von Herman Melvilles berüchtigter Aussteigerfigur Bartleby auf alle Fragen und Erkundigungen, könnte auch als Motto für Daniel Knorrs scheinbar weltfremde, idealistische Praxis des Nicht-dazu-Passens dienen. Knorrs beharrlicher, punkartiger Widerstand gegen alle Eigenheiten des Establishments, sowohl die existierenden als auch die eingebildeten, findet seinen Ausdruck in formal disparaten, beißend ironischen und manchmal entwaffnend komischen Arbeiten, die der Künstler während der letzten zwei Jahrzehnte produziert hat.

In den 90er Jahren, am Anfang seiner Karriere, entschied sich Knorr, sich nicht nach den theoretisch gut fundierten, gebildeten und gemäßigten Artikulationen von sozialen und politischen Anliegen in „relationalen“ Installationen und interventionistischer Kunst zu richten, die dieses Jahrzehnt prägten. Durch diese wurde Partizipation, früher einmal die Forderung der Unterdrückten und Unterrepräsentierten, zu einem grundlegenden Ritual, eingebettet in genau das Regime, das verändert werden sollte. Genauso widersetzt sich heute Knorrs Praxis dem Rückzug in den Bereich der individuellen Erfahrungen und der interesselosen Untersuchung kulturellen Materials und der Wissenschaft der Verweise, die typisch für einen Großteil der gegenwärtigen künstlerischen Produktion sind.

Knorrs „Materialisierungen“ (der Künstler verwendet diesen Begriff selbst, um den materialistischen Ansatz seiner Arbeiten, die in einer Unzahl von Medien verwirklicht werden, zu betonen) thematisieren auf polemische Weise den institutionellen Kontext von Kunstausstellungen, während sie zugleich anstreben, das selbsterhaltende System der Gegenwartskunst zu unterwandern, das autonome Objekte oder zumindest greifbare Spuren eines Prozesses verlangt, um das Wachstum des Marktes zu fördern.


Natürlich gehen die Entwicklungen in der Kunstwelt Hand in Hand mit einer größeren ökonomischen und sozialpolitischen Veränderung, die durch den Übergang von der materiellen zur immateriellen Arbeit gekennzeichnet ist. Wir leben im Augenblick in einem Netzwerk vermittelter Kräfte, darunter die sofortige Einverleibung des Andersseins, die der diffusen Macht erlaubt, sich als alternativlos darzustellen, da alle abweichenden Stimmen sofort vereinnahmt werden, anstatt sie zum Schweigen zu bringen. Knorrs Ehrgeiz ist es deshalb, sichtbare „Systemfehler“ zu produzieren, die Widerstandshandlungen gegen eine solche Vereinnahmung formalisieren. Jede seiner „Materialisierungen“ – entweder die Form, die eine Idee erhält, die Reste eines historischen Prozesses oder eine technische Lösung – stellt ein Ereignis der Differenz dar, inspiriert und belebt von der Lektion der Freiheit, die von anarchistischen und aktivistischen Haltungen in der Konzeptkunst und der Kulturgeschichte allgemein übernommen wurden. Knorr bestiehlt die Vielen, um den Armen zu geben.

Adam Szymczyk
 

Works by
Daniel Knorr

 

Adam Szymczyk *1970 in Piotrków Trybunalski, Polen, lebt und arbeitet in Basel.

 

 Exhibition View, Galerie nächst St. Stephan, curated by_Adam Szymczyk, 2011, Photo: Markus Wörgötter

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Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

Grünangergasse 1 • 1010 Vienna • Austria

www.schwarzwaelder.at

 

Galerie Meyer Kainer

 Exhibition View, Galerie Meyer Kainer, casualties, curated by_Nicolaus Schafhausen, 2011, Photo: Galerie Meyer Kainer

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curated by_Nicolaus Schafhausen

Galerie Meyer Kainer

 

casualties

Teppiche sind ursprünglich ein vielgestaltiges Möbel der Nomaden. Für Nomaden bedeuten Teppiche auch so etwas wie ein Stück "Heimat". Kann ein Teppich doch mühelos von einem Ort zum anderen ohne viel Aufwand mitgenommen werden. Dass wir nicht nur in Gebäuden leben – mit oder ohne Teppich – sondern auch innerhalb der Sprachen, die wir sprechen, ist etwas, was wir alle kennen. Mehrere Sprachen zu sprechen, bedeutet auch, nomadisch leben zu können. Die 1971 in der georgischen Hauptstadt Tiflis geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin Thea Djordjadze wechselt scheinbar mühelos von ihren Muttersprache Georgisch zu Ihrer zweiten Muttersprache Russisch, zu Deutsch, zum Englischen. Es kann also kein Mysterium sein, das sich teppichartige Gebilde wie eine linienförmige Struktur durch das Werk von Thea Djordjadze ziehen. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der minimalistischen Formensprache und Materialien der Moderne und Postmoderne und ihren Zuschreibungen, indem sie diese in ihre ideologischen Einzelteile zerlegt, um die vermeintlich unsichtbaren Dinge ins Zentrum zu rücken, die Architektur und Design nicht zuletzt aufgrund ihres proklamierten gesellschaftlichen Auftrag der Nutzbarkeit ausblenden müssen. Djordjadzes Faszination für Funktionalismus und Formalismus ist ihren Installationen unverkennbar – die Künstlerin interessiert die Symbiose des vermeintlichen Widerspruchs von konzeptuellen und intuitiven Handeln in ihren Arbeiten aufzuzeigen: Wie kann Funktion und Form jenseits ihres Nutzens auch gelesen werden. Thea Djordjadzes Objekte, Skulpturen und Installationen sind poetische Analysen unseres umbauten Alltags.

Nicolaus Schafhausen

 

Works by
Thea Djordjadze
 

Nicolaus Schafhausen *1965 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Berlin und Rotterdam.

 

 Exhibition View, Galerie Meyer Kainer, casualties, curated by_Nicolaus Schafhausen, 2011, Photo: Galerie Meyer Kainer

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Galerie Meyer Kainer

Eschenbachgasse 9 • 1010 Vienna • Austria

www.meyerkainer.com

 

Projektraum Viktor Bucher

 Exhibition View, The Future is Now, Projektraum Viktor Bucher, curated by_Laura Rutkute, 2011, Photo: Karl Kühn

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Exhibition View, The Future is Now, Projektraum Viktor Bucher, curated by_Laura Rutkute, 2011, Photo: Karl Kühn

 

curated by_Laura Rutkute

Projektraum Viktor Bucher

 

Die Zukunft ist Jetzt

Zilvinas Landzbergas ist ein dream weaver, der dafür bekannt ist, den Betrachter in unheimliche,künstliche Umgebungen, die ausgestattet sind mit kognitiven Auslösern, zu versetzen und gleichzeitig bekannt wie fern scheinen. Landzbergas‘ künstlerische Arbeit hat mit Geschichten erzählen zu tun, welche mit Hilfe von Objekten und dreidimensionalen Installation umgesetzt werden und den Besucher zum Teilnehmer und Betrachter. 

Die Zukunft ist Jetzt, sein jüngstes Projekt, lädt zum neuerlichen Besuch der Zukunft unserer Vergangenheit in der ernüchternden Gegenwart ein. Lose basierend auf Science-fiction-Literatur und -Filmen, ist die (in der Ausstellung gezeigte) Installation eine erfundene Geschichte, die mittels Animationen und dreidimensionalen Objekten in Szene gesetzt wird und uns beibringt, sich mit dem Status quo als die Gesellschaft der Zukunft abzufinden.

Ein Vorhang aus einer Holzverschalung, der eine Berglandschaft zeigt, teilt die Installation physisch in zwei Teile und symbolisch in zeitlicher Hinsicht. Auf der einen Seite ist der Raum mit unförmigen, alltäglichen Gegenständen gefüllt, die die verzerrte Geschichte darstellen und an den nie endenden Traum erinnern. Die gleiche Metaphorik wird in einem kleinen Animationsfilm verwendet, der auf der anderen Seite gezeigt wird und Zusammenhänge zwischen dem Realen, dem Imaginären und der Vergangenheit herstellt. 

Die Zukunft ist Jetzt, wurde absichtlich als klischeehafter Ausdruck gewählt für das Abkommandieren einer populären, ikonenhaften Kultur, einer vorherrschenden Interpretation und rückblickend leider lächerlich wirkenden Zukunftsvision. 

 
Works by
Zilvinas Landzbergas
 

Laura Rutkutė *1974 in Vilnius, lebt und arbeitet in Dresden.

 

 Exhibition View, The Future is Now, Projektraum Viktor Bucher, curated by_Laura Rutkute, 2011, Photo: Karl Kühn

Exhibition View, The Future is Now, Projektraum Viktor Bucher, curated by_Laura Rutkute, 2011, Photo: Karl Kühn

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Exhibition View, The Future is Now, Projektraum Viktor Bucher, curated by_Laura Rutkute, 2011, Photo: Karl Kühn

 Exhibition View, The Future is Now, Projektraum Viktor Bucher, curated by_Laura Rutkute, 2011, Photo: Karl Kühn

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Projektraum Viktor Bucher

Praterstrasse 13/1/2 • 1020 Vienna • Austria

www.projektraum.at

 

Galerie Knoll

 Exhibition View, Galerie Knoll, curated by_Liliana Popescu, 2011, Photo: Galerie Knoll

Exhibition View, Galerie Knoll, curated by_Liliana Popescu, 2011, Photo: Galerie Knoll

 

curated by_Liliana Popescu

Galerie Knoll

 

Eastern Private Collections Go West

Oft gelangt zeitgenössische Kunst des Ostens in den Westen. Dieses Mal hat Wien, eine einzigartige Stadt in Europa und ein wesentlicher Ort für die Verbreitung zeitgenössischer Kunst, die Möglichkeit, ost- und südosteuropäische Kunst hervorzuheben. Trotz unserer turbulenten Zeiten wächst der Kunstmarkt kontinuierlich, und immer öfter zeigt sich der Niederschlag zeitgenössischer Diskurse in den Erwartungen der Märkte der Schwellenländer.

Die Ausstellung in der Knoll Galerie Wien vereint Arbeiten aus Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst der Länder Bulgarien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen und Rumänien. Neben Leihgaben bekannter Privatsammlungen sind auch Werke junger Sammler integriert, mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit auf das Phänomen des Sammelns zeitgenössischer Kunst in diesen Ländern zu richten. Private Sammlungen haben eine zunehmend wichtige Rolle in der Kunst in den Ländern des ehemaligen Sozialismus.

Mit einem Fokus auf rumänische Privatsammlungen zeigt die Ausstellung eine Auswahl von Arbeiten der bekanntesten internationalen Künstler, aber auch Werke junger, aufsteigender Künstler. Es werden Malerei, Zeichnungen und Fotografien gezeigt, die spannende Beispiele zeitgenössischer Sammlungen darstellen. Viele der leihgebenden SammlerInnen werden zur Eröffnung der Ausstellung nach Wien kommen.

Das Projekt soll als eine Einführung in das Sammeln von Kunst wahrgenommen werden, als gemeinsames Bestreben Auszüge privater Sammlungen zu präsentieren. So soll ein wertvoller Einblick in die wichtigen Rollen der bekanntesten Sammler zeitgenössischer Kunst aus Bukarest, Budapest, Riga, Sofia, Tallinn und Vilnius gegeben werden.

Liliana Popescu

 
Works by
Peeter Allik, Ana Banica,
Razvan Boar, Harijs Brants,
Alina Buga, Catalin Burcea,
Raul Cio, Nicolae Comanescu,
Adomas Danusevicius, Teodor Graur,
Ritums Ivanovs, Mihkel Kleis,
Kaloyan Iliev-Kokimoto, Györffy László,
Oana Lohan, Peter Mintchev,
Gili Mocanu, Sándor Pinczehelyi,
Nedko Solakov, Roman Tolici,
Ecaterina Vrana, Andrius Zakarauskas

 

Liliana Popescu *1975 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest.

 

 Exhibition View, Galerie Knoll, curated by_Liliana Popescu, 2011, Photo: Galerie Knoll

Exhibition View, Galerie Knoll, curated by_Liliana Popescu, 2011, Photo: Galerie Knoll

 Exhibition View, Galerie Knoll, curated by_Liliana Popescu, 2011, Photo: Galerie Knoll

Exhibition View, Galerie Knoll, curated by_Liliana Popescu, 2011, Photo: Galerie Knoll

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Galerie Knoll

Gumpendorfer Straße 18 • 1060 Vienna • Austria

www.knollgalerie.at

 

Gabriele Senn Galerie

 Exhibition View, Gabriele Senn Galerie, Die unsichtbaren Vier, curated by_Roberto Ohrt, 2011, Photo: Gabriele Senn Galerie

Exhibition View, Gabriele Senn Galerie, Die unsichtbaren Vier, curated by_Roberto Ohrt, 2011, Photo: Gabriele Senn Galerie

 

curated by_Roberto Ohrt

Gabriele Senn Galerie

 

Die unsichtbaren Vier

Die unsichtbaren Vier soll die Bedeutung regionaler Eigenheiten durch Kontrast und
Übereinstimmung zugleich kenntlich machen und auflösen. Auch die osteuropäische Kunst steht im internationalen Austausch. Distanz und Aneignung treten gemeinsam auf und stören alte Gegensätze wie fest/beweglich oder modern/traditionell.

Tomasz Kowalski lebt in Polen. Seine Kunst widersprach der dort vorherrschenden Konzeptkunst und wurde zumeist dem Surrealismus zugeordnet, obwohl Kowalski surreale Elemente genauso konzeptuell einsetzt wie eine traditionelle Bildsprache.

 

"Systematische Vereinfachung und Übercodierung der Farben und Formen treiben das Bild bis zur Wirkung eines öffentliches Signals, während gleichzeitig dessen Rätselhaftigkeit zunimmt."
 

Dorota Jurczak lebt in Westeuropa. Einerseits verschärft sie die Kontur ihrer Handschrift, als wollte sie ihre Prägung wie einen verlässlichen Widerstand im Westen behaupten. Andererseits überfordert sie ihre Vorbilder aus der polnischen Populärkultur durch Inhalte, die im traditionellen Rahmen untragbar wären.

Philipp Schwalb, ein Maler aus Hamburg, verwendet den osteuropäischen Konstruktivismus, der auch die polnische Populärkultur prägte. Systematische Vereinfachung und Übercodierung der Farben und Formen treiben das Bild bis zur Wirkung eines öffentliches Signals, während gleichzeitig dessen Rätselhaftigkeit zunimmt.

Die polnische Künstlergruppe Strupek zeigt mit ihrem Projekt Expedition Art Festival Amazonas 2009 die Grenze der Kunst. Ein Galeriemodell im Format eines Puppenhauses mit dazu passenden Gemälden sollte den Ureinwohnern im südamerikanischen Regenwald die „naturgegebenen“ Bedingungen der Moderne nahebringen.

Roberto Ohrt

 
Works by
Tomasz Kowalski
Dorota Jurczak
Philipp Schwalb
The Strupek Group
 

Roberto Ohrt *1954 in Santiago de Chile, lebt und arbeitet in Hamburg.

 

 Exhibition View, Gabriele Senn Galerie, Die unsichtbaren Vier, curated by_Roberto Ohrt, 2011, Photo: Gabriele Senn Galerie

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Gabriele Senn Galerie

Schleifmühlgasse 1A • 1040 Vienna • Austria

www.galeriesenn.at

 

Galerie Andreas Huber

 Exhibition View, what about this, curated by_Raimundas Malasauskas, 2011, Photo: Karl Kühn

Exhibition View, what about this, curated by_Raimundas Malasauskas, 2011, Photo: Karl Kühn

 

curated by_Raimundas Malasauskas

Galerie Andreas Huber

 

what about this. 

It may look like a formulation of a thought that is expected to stay undone as long as it is being thought:
openly stitched with gestures by Judith Braun, Audrey Cottin, Mariana Castillo Deball, Gintaras Didziapetris, Nicholas Matranga, Elena Narbutaitė, Alain della Negra and Kaori Kinoshita, Benjamin Seror, countless pre-Columbian draughtsmen, those two Siamese cats, many hands holding cigarettes; slipping furthereast than Astana, synthesizing zoological and heavenly creatures, mind-skating libido and religion, swelling on surface.

Or, to put it differently:

Judith Braun comes from New York City to apply patterns of the universe on the walls of the gallery. Audrey Cottin has drawn folds and knots exploring the convolutions (and distortions) of the human brain. Mariana Castillo Deball watches Quetzalcoatl, the feathered serpent, spread its wings through time. Wings and knots cross each other on the wall. So far, Gintaras Didžiapetris has released one issue of a magazine called Ninety. On the occasion of the exhibition, Ninety has commissioned Elena Narbutaite to make a series of pictures of an ancient ritual called smoking. Nicholas Matranga is writing a concept for the show and defines this as his artwork. Alain Della Negra and Kaori Kinoshita recently visited the World Forum of Spiritual Culture in Astana, Kazakhstan, where they shot a video about Noospheric economy and evolutionary algorithms. Benjamin Seror takes all this up and sings it – more or less as a Frenchman would do.

Raimundas Malasauskas

 
Works by
Judith Braun
Audrey Cottin
Mariana Castillo Deball
Gintaras Didziapetris
Elena Narbutaite
Nicholas Matrenga
Alain della Negra and Kaori Kinoshita
Benjamin Seror
 

Raimundas Malašauskas *1973 in Vilnius, lebt und arbeitet in Paris.

 

 Exhibition View, what about this, curated by_Raimundas Malašauskas, 2011, Photo: Karl Kühn

Exhibition View, what about this, curated by_Raimundas Malašauskas, 2011, Photo: Karl Kühn

 Exhibition View, what about this, curated by_Raimundas Malašauskas, 2011, Photo: Karl Kühn

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Galerie Andreas Huber

Karl-Schweighofer-Gasse 8/1 • 1070 Vienna • Austria

www.galerieandreashuber.at

 

Galerie Emanuel Layr

 Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

 

curated by_Severin Dünser & Christian Kobald

Galerie Emanuel Layr

 

„...Sein Dasein verlässt und Seine Gestalt der Erinnerung übergibt."

Der Beitrag befragt das Verhältnis zwischen Objekt, Biografie, Erzählung und Ausstellung durch Werkfragmente zweier osteuropäischer Künstler aus verschiedenen Ländern und Generationen: des jungen litauischen Künstlers Liudvikas Buklys und des slowakischen Dokumenta-Teilnehmers Stano Filko, ergänzt durch einen dritten, performativen Beitrag der kanadischen Künstlerin Michele di Menna. Das Storyboard: Biografie, Anekdote, Schatzsuche, Klassizismus, Sibirien, der Verwahrungsort, Farbe, das Gesamtkunstwerk, das Haus, Es, die Erkenntnis, Pause, Sekt, prekär. Das Set: drei Bretter, Weiß, Raketen, die Tasche, ein Statement, ein Katalog, eine Lang- spielplatte, eine Animation, zwei Objekte, eine Geschichte, eine Performance, das, was bleibt.

Severin Dünser, Christian Kobald

 
Works by
Liudvikas Buklys
Stano Filko
Michele di Menna
 
 Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

 Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

 Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

 Exhibition View, curated by Severin Dünser & Christian Kobald, 2011, Courtesy: Galerie Emanuel Layr

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Galerie Emanuel Layr

Seilerstätte 2/26 • 1010 Vienna • Austria

www.emanuellayr.com

 

Krobath Wien

 Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimesová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimesová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

 Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimesová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimesová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

 

curated by_Marie Marie Klimesová

Krobath Wien

 

Constructions and stories

Die Werkschau des Paares Bela und Jirí Kolár präsentiert einige außergewöhnliche, jedoch bisher kaum bekannte Exponate, die exemplarisch für die Inspiration und das kreative Flair stehen, die dazu beigetragen haben, dass sich das Künstlerpaar in der tschechischen Kunstszene etablierte und ihre Arbeiten in der Nachkriegszeit zu einem fixen Bestandteil der internationalen Szene der Conceptual Art wurden.
Der Dichter und Künstler Jirí Kolár wurde bereits in den 1960er-Jahren international bekannt, wohingegen die herausragenden Arbeiten von Bela Kolárová erst in den letzten Jahren die ihnen längst zustehende Anerkennung erhalten haben. Die Ausstellung umfasst Assemblagen, interpretierte Objekte, Zeichnungen, Fotografien und Collagen, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren entstanden sind. Der Schwerpunkt liegt auf den von den Künstlern eingesetzten experimentellen Prozessen und Techniken. Die Ausstellung zeigt, dass diesen Arbeiten eine tiefe Intellektualität, eine souveräne künstlerische Qualität und eine persönliche Perspektive zugrunde liegen.

Marie Klimesová
 

 
Works by
Jirí Kolár
Bela Kolárová 

 

Marie Klimešová *1952 in Prag, lebt und arbeitet in Prag.

 

 Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimešová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimešová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

 Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimešová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimešová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

 Exhibition View, Constructions and stories, curated by_Marie Klimešová, 2011, Galerie Krobath, Photo: Tina Herzl

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Krobath Wien

Eschenbachgasse 9 • 1010 Vienna • Austria

www.galeriekrobath.at

 

Lukas Feichtner Galerie

 Lukas Feichtner Galerie, Close to Home, curated by_Magda Kardasz, Ania Witkowska, Zeitgeist, 2010

Lukas Feichtner Galerie, Close to Home, curated by_Magda Kardasz, Ania Witkowska, Zeitgeist, 2010

curated by_ Magda Kardasz

Lukas Feichtner Galerie

 

Close to Home

Die Ausstellung Close to Home über die junge polnische Kunstszene vereint zwei Projekte des Künstlerpaares Ania Witowska und Adam Witowski (aus Danzig) einerseits sowie, andererseits, des Künstlers Bartosz Mucha (aus Krakau) –, die beide schwerpunktmäßig den Lebensraum als „Imaginarium“ thematisieren. Der Arbeitsraum der jungen, im Jahr 1978 geborenen Künstler ist zugleich ihr Wohnraum. Von daher ist ihre häusliche Umgebung durchdrungen von Wünschen sowie kreativen und psychologischen Spannungen, was sich sowohl im Umfang als auch in der Art der Objekte widerspiegelt, die sie dort zu produzieren in der Lage sind. Wie viele andere Künstler ihrer Generation auf der ganzen Welt träumen auch sie davon, einmal ein eigenes Atelier zu mieten oder zu besitzen und auf diese Weise schöpferische Freiheit zu erlangen. Die multimediale Installation der Witkowskis, die ihre Wohnung bis ins kleinste Detail ergründet, trägt den Titel Housemates (Mitbewohner) – mit einem ironischen Element im Titel der Collage Almost Paradise (Fast paradiesisch). Kernstück der Installation von Bartosz Mucha ist die Publikation 52 Lazy Weeks (52 träge Wochen), eine Sammlung von Skizzen und Plänen idealer oder fabelhafter Lebensräume, die während eines Jahres entstanden sind, in dem „er das Haus nicht verlassen hat“. Privateigentum und der dazugehörige private Raum – beispielsweise die Wohnung oder der Innenraum eines Autos – hat in post-kommunistischen Gesellschaften insofern einen doppelten Wert, als dass es eine Begleiterscheinung von „privatem Kapital“ ist, das sich erst mit dem Niedergang des Einheitsstaates (der alle Aspekte des Eigentums besaß und verteilte) herausgebildet hat. Aus diesem Grund ist in Polen heute der Begriff „Zuhause“ mit psychologischen Aspekten verbunden und das Aufklärungszeitalter mit der englischen Philosophie des My home is my castle, die etablierte bürgerliche Gesellschaften zu sublimieren versuchen. In seiner „Burg“ nimmt sich Bartosz Mucha beispielsweise die Freiheit des Nichtstuns heraus – vielleicht die ultimative Freiheit im Kapitalismus. 

 
Works by
Bartosz Mucha
Ania Witkowska
Adam Witkowski 

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Lukas Feichtner Galerie

Seilerstätte 19 • 1010 Vienna • Austria

www.feichtnergallery.com

 

Georg Kargl Fine Arts

 Exhibition View, Georg Kargl Fine Arts, In the future everyone will be anonymous for 15 minutes, curated by_Ana Janevski, 2011, Photo: Georg Kargl Fine Arts

Exhibition View, Georg Kargl Fine Arts, In the future everyone will be anonymous for 15 minutes, curated by_Ana Janevski, 2011, Photo: Georg Kargl Fine Arts

 

curated by_Ana Janevski

Georg Kargl Fine Arts

 

In the future everyone will be anonymous for 15 minutes

Galerija Nova wurde 1975 in Zagreb als Teil des Zentrums für Kulturarbeit der Sozialistischen Jugend der Stadt Zagreb gegründet. Obwohl es sich um eine staatliche Einrichtung handelte, hatte sie in den 1970er-Jahren ein geradezu radikales Ausstellungsprogramm vorzuweisen, in dem Künstler der Avantgarde (einschließlich Aleksandar Srnec und Exat 51) neben Nachwuchskünstlern der damaligen Zeit (wie z. B. Mladen Stilinović, Goran Trbuljak, Group of Six Artists u. a.) vertreten waren.

Seit 2003 wird Galerija Nova unter der Leitung des Kuratorenkollektivs What, How & for Whom [WHW] als städtische Non-Profit-Galerie geführt. 30 Jahre später spiegelt das Programm des WHW sowohl lokale zeitgenössische als auch historische künstlerische Praktiken wider; Galerija Nova hat sich zwischenzeitlich zu einem öffentlichen Raum für soziale Sichtbarkeit und Diskurs entwickelt – eine Entwicklung gegen den bisherigen Trend der vorherrschenden/Mainstream-Kulturschaffenden.

 

"In den 1970er-Jahren ging es Goran Trbuljak in erster Linie um die Figur des „anonymen Künstlers“, der sich außerhalb des Galeriekontextes bewegt."
 

In the Future Everyone Will Be Anonymous for Fifteen Minutes ist keine historische Ausstellung über Galerija Nova. Das Projekt zielt nicht darauf ab, einen Überblick über das gesamte Ausstellungsprogramm der vergangenen 36 Jahre zu bieten. Zwar liegt der Ansatzpunkt in der Betrachtung des institutionellen (sozialistischen) Rahmens, der die Produktion und Präsentation radikalen künstlerischen Schaffens erst ermöglicht hat, dennoch soll aufgezeigt werden, dass die lokale Kunstszene durchaus in der Lage ist, sich selbst zu tragen, sich jedoch nach wie vor mit einem fehlenden Diskurs über nationale Kunstgeschichte, einem fehlenden Markt sowie mangelnder offizieller, institutioneller Aufwertung konfrontiert sieht. So wird Galerija Nova in diesem Projekt als eine der Aussteller behandelt. Neben Archiv- und Dokumentationsmaterial über herausragende Momente ihrer Arbeit – von den 1970er- und 2000er-Jahren – werden KünstlerInnen gezeigt, die mit der Galerie zusammengearbeitet haben: vom experimentellen Filmemacher Vladimir Petek (in den 1970er-Jahren) über Goran Trbuljak und Vlado Martek (beide in den 1970er-Jahren und heute), bis hin zu Vlatka Horvat und Slaven Tolj (zwei KünstlerInnen, die Galerija Nova und die kroatische Kunstszene im vergangenen Jahrzehnt entscheidend geprägt haben).

In den 1970er-Jahren ging es Goran Trbuljak in erster Linie um die Figur des „anonymen Künstlers“, der sich außerhalb des Galeriekontextes bewegt. Seine neue, der Ausstellung ihren Namen gebende Prophezeiung greift die relativ junge Angst vor Globalisierung auf – im Gegensatz zu den Befürchtungen und Ängsten der 1970er-Jahre. Dennoch bleibt die Frage der institutionellen Aufwertung und Anerkennung weiterhin ein zentrales Thema.

 

Works by

Vlatka Horvat
Vlado Martek
Galerija Nova
Vladimir Petek
Slaven Tolj
Goran Trbuljak

 

Ana Janevski *1976 in Belgrad, lebt und arbeitet in Warschau.

 

 Exhibition View, Georg Kargl Fine Arts, In the future everyone will be anonymous for 15 minutes, curated by_Ana Janevski, 2011, Photo: Georg Kargl Fine Arts

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Georg Kargl Fine Arts

Schleifmühlgasse 5 • 1040 Vienna • Austria

www.georgkargl.com

 

Galerie Mezzanin

 Exhibition View, Galerie Mezzanin, Actual, curated by_Ion Grigorescu, 2011, Photo: Galerie Meezzanin

Exhibition View, Galerie Mezzanin, Actual, curated by_Ion Grigorescu, 2011, Photo: Galerie Meezzanin

 

curated by_Ion Grigorescu

Galerie Mezzanin

 

Actual

Europa eine Stunde bevor, oder an der Grenze des Sonnenaufgangs ist es, was den real existierenden Sozialismus geprüft hat. Ein gescheitertes politisches Regime, welches seine Definition noch immer nicht finden kann. Es war ein Rausch gegen die Vergangenheit, den das Regime zerstören wollte, doch in seiner Beschränkung auf Verzerrung, schuf es aus der Vergangenheit einen Anlass für Nationalismus.

Künstler waren in der ideologischen Propaganda äußerst involviert. Aber, und so soll es auch sein, sie erzwangen Unabhängigkeit, verteidigten ihre Individualität und realisierten, was Freiheit bedeuten könnte. Einige die emigrierten, erreichten diese Freiheit.

Ein ehrlicher Künstler geht seinen Weg, ungeachtet aller politischen Veränderungen. Das gleiche gilt für diejenigen, die zu Hause geblieben sind. Alle haben die Gewohnheit beibehalten, Differenzen zwischen den politischen Regimes zu hinterfragen und Dokumente, welche die Ereignisse definieren, zu sammeln.

 

"Der gläubige Künstler ist keine Innovation, denn das Sakrale lässt sich in der Avantgarde und in der Moderne ebenso entdecken."
 

Der Sozialismus verarmte die Bauern und die Menschen der Randgebiete und konzentrierte seine Bemühungen auf die „Erneuerung“ der Städte. Die Zeichen der Vergangenheit beharren in den nicht bevorzugten Zonen, die heute fragil und gefährdet sind, wegen der Hast derjenigen, die „den Lebensstandard erhöhen“. Die Leute sagen, es sei einfacher und billiger, Neues zu machen, als etwas Altes wiederherzustellen.

Der gläubige Künstler ist keine Innovation, denn das Sakrale lässt sich in der Avantgarde und in der Moderne ebenso entdecken. Der Begriff „Orthodox“, der nicht zufälligerweise in den östlichen Teilen des Kontinents platziert ist, ist Zeichen dieser Beständigkeit. Wir dürfen die Kunst nicht mit der Ikone verwechseln. Die religiöse Gesinnung ist so natürlich, wie die des Graffitikünstlers, da es eine der einfachsten Möglichkeiten ist, sein Credo zum Ausdruck zu bringen.

Es gibt viele Künstler hier, aber sie haben keine unterstützenden Strukturen, keine Institutionen, keine Galerien. Sie arbeiten seit langem für ein sehr beschränktes Publikum und ihr einziger Genuss ist es, frei zu sein, unabhängig von Moden oder von deren Bewertungssystemen.

In der Vorstellung des Ostens sind Grenzen - politische, ethnische oder religiöse - ebenso allgegenwärtig, wie deren häufiges durchqueren. Die Freunde und die Eltern oszillieren zwischen Pendeln und Emigration, während die Künstler, über ganz Europa verstreut, sich solange frei fühlen, wie ihre Kunst von tatsächlichem Interesse ist.

Ion Grigorescu

 
Works by
Vladimir Bulat
Florina Coulin
Ovidiu Fenes
Andrei Gheorghiu
Paul Gherasim
Nicu Mihali
Ghenadie Popescu
Bogdan Vladuta
Peter Alexander
 

Ion Grigorescu *1945 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest.

 

 Exhibition View, Galerie Mezzanin, Actual, curated by_Ion Grigorescu, 2011, Photo: Galerie Meezzanin

Exhibition View, Galerie Mezzanin, Actual, curated by_Ion Grigorescu, 2011, Photo: Galerie Meezzanin

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Galerie Mezzanin

63, rue des Maraîchers • 1205 Geneva • Switzerland

www.galeriemezzanin.com

 

Galerie Steinek

 Galerie Steinek, "Sei vorsichtig, denn es wird sich dir, später, sehr tief einprägen." curated by_Ewa Gorzadek, 2011, Anna Baumgart, B9 (Natascha Kampusch), 2007

Galerie Steinek, "Sei vorsichtig, denn es wird sich dir, später, sehr tief einprägen." curated by_Ewa Gorzadek, 2011, Anna Baumgart, B9 (Natascha Kampusch), 2007

curated by_Ewa Gorzadek

Galerie Steinek

 

"Sei vorsichtig, denn es wird sich dir, später, sehr tief einprägen."

Das Zitat aus dem Gedicht von Wojciech Bakowski, das der Ausstellung den Titel gibt, bildet einen gemeinsamen Bedeutungsraum für die ausgewählten Werke von vier polnischen KünstlerInnen, deren Arbeiten zwischen extremen menschlichen Gefühlen wie Angst oder Liebe oszillieren. Stellt man diese Werke einander gegenüber, entsteht ein mit Spannung durchsetzter Ausstellungsraum, der die BesucherInnen zu empfindlichen Instrumenten werden lässt, die zum Teil tief bewegende dramatische Assozitions- und Bedeutungsströme empfangen. Beunruhigende Musik und Bilder aus dem Videoclip der Gruppe „Niwea“ (Bakowskis Band) werden mit den Skulpturen von Anna Baumgart, die Medienikonen des Grauens darstellen, konfrontiert. Die Künstlerin hat anhand von Pressebildern dreidimensionale Figuren nachgeformt und evoziert damit die komplexe Natur der Ereignisse, in die ihre Protagonistinnen verwickelt waren, deren Kontext aber im Prozess der medialen Wahrnehmung meistens verlorengegangen war.

Die minimalistischen Objekte von Wojciech Bakowski generieren einen scheinbar subtilen, transformierten Sound, der ursprünglich extreme Situationen begleitet und mit den dezenten Zeichnungen von Dorota Buczkowska im Dialog steht. Ihre Kunst bezieht sich auf die ambivalente Natur der Liebe als zugleich sinnliche und physiologische Erfahrung. In diesem Kontext wird die analytische und auf der formalen Ebene distanzierte Arbeit von Norman Leto zum ironischen Kontrapunkt im Nachdenken über die Natur des Menschen, die so stark von Emotionen angetrieben wird. Die Arbeit, die aus einem Ausschnitt seines Spielfilms Sailor besteht, stellt einen bebilderten Vortrag mit soziologischer, philosophischer und anthropologischer Aussage dar.

 

Works by
Wojciech Bakowski
Anna Baumgart
Dorota Buczkowska
Norman Leto 

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Galerie Steinek

Eschenbachgasse 4 • 1010 Vienna • Austria

www.galerie.steinek.at

 

Galerie Martin Janda

 Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

 

curated by_Silvia Eiblmayr

Galerie Martin Janda

 

Fade Up / Flash Back

„Fade Up / Flash Back“, das bedeutet den Scheinwerfer aufblenden, ein Schlaglicht auf ein Thema zu werfen, und zugleich zurück zu blenden, einen Bogen in die (jüngere oder auch länger) zurück liegende Vergangenheit zu schlagen. Sanja Ivekovic (Kroatien), Flaka Haliti (Kosovo) und Hannes Zebedin (Österreich) verbindet das Interesse an politischen Themen, die sie mit Fragen der Beziehungen zwischen Öffentlichem und Privatem verknüpfen. Der übergeordnete Titel des Projekts EAST BY SOUTH WEST bildet bei der Auswahl ihrer Arbeiten dann auch den geografisch-politischen Ansatzpunkt; es geht um gesellschaftliche Aspekte, zum Teil um geschichtliche Ereignisse, zu denen auch Kriege und deren Folgen zählen.

 
Works by
Flaka Haliti
Sanja Ivekovic
Hannes Zebedin 
 

Silvia Eiblmayr lebt und arbeitet in Wien.

 

 Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

 Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

 Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

 Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

 Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa

Exhibition View, Galerie Martin Janda, Fade Up / Flash Back, curated by_Silvia Eiblmayr, 2011, Photo: Aleksandra Krawa


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Galerie Martin Janda

Eschenbachgasse 11 • 1010 Vienna • Austria

www.martinjanda.at

 

Christine König Galerie

 Exhibition View, Material Culture / Things in our Hands, curated by_Dessislava Dimova, 2011, Courtesy: Christine König Galerie

Exhibition View, Material Culture / Things in our Hands, curated by_Dessislava Dimova, 2011, Courtesy: Christine König Galerie

 

curated by_Dessislava Dimova

Christine König Galerie

 

Material Culture / Things in our Hands

Da es die geopolitische und historische Wirklichkeit Osteuropas praktisch nicht mehr gibt, denkt man bei Osteuropa heute auch nicht mehr an ein existierendes Territorium. Osteuropa ist vielmehr ein Phantasiegebilde, auf das sowohl die Phantasmen des ehemaligen Ostens als auch die des ehemaligen Westens immer mehr ein desillusioniertes und zugleich verzerrtes Bild werfen. Ich meine, wir sollten daher besser von einer Eigenschaft sprechen - dem Osteuropäertum. Dieses ergibt sich aus dem postkommunistischen Zustand, der sich nicht bruchlos zum Kapitalismus der liberalen Demokratien weiterentwickelt hat. Das Osteuropäertum findet sich nicht nur auf den verschiedenen Stufen der Eingliederung in die Marktwirtschaft - von Gastarbeitern bis zu Neureichen. Man darf hoffen, es stehe auch für das, was unangepasst und außen bleibt. Kurz, für das Unverdaute der Geschichte und der Politik.

Anetta Mona Chisa & Lucia Tkácová spielen gerne mit dem Klischee des ehrgeizigen Osteuropäers, der auszieht, um den Westen zu erobern und die sündigen Freuden des Kapitalismus auszukosten. Sie sprechen gerne Dinge aus, die Westeuropäer zwar denken, aber nur Osteuropäer, die noch nicht richtig politisch korrekt getrimmt sind, sagen dürfen. Die Künstlerinnen nehmen nichts ernst. In ihren Händen wird alles zu formbarem Material: revolutionäre Hoffnungen, die bitteren Lehren der Geschichte, das modernistische Erbe, die kritische Rolle der Kunst, die Regeln der Kunstwelt, Sex, blonde Haare, das Kapital…

Wie soll man aber das radikale Osteuropäertum in Chisas & Tkácovás Kunst verstehen, ohne auf alte Klischees zurückzufallen? Wie die Logik jener speziellen Form der Kritik begreifen, die die beiden Künstlerinnen entwickelt haben?

Ein möglicher Zugang besteht darin, bis auf die Wurzeln des postkommunistischen Zustands zurückzugehen, also auf die Voraussetzungen, von denen aus die Künstlerinnen operieren und den Zustand des globalen Kapitalismus von heute analysieren. Ich schlage vor, den kommunistischen Zustand an sich anzusprechen, der den Horizont der künstlerischen Vorstellungen der frühen Avantgarden bildete.

Man kann, denke ich, den transformativen Ansatz, den Anetta Mona Chisa & Lucia Tkácová angesichts der westlichen Kunstwelt gefunden haben, unter dem Aspekt des Ansinnens der frühen Avantgarden sehen, Konsumgegenstände in sozialistische Objekte - in Kameraden also - zu verwandeln. In seinen legendären Briefen aus Paris spricht Rodtschenko von der Verwirrung, die die tief empfundene Anziehungskraft und gleichzeitige Bedeutungsleere der westlichen Warenwelt, der er sich erstmals gegenüber sah, in ihm bewirkten.

Den Unterschied zwischen sozialistischen Produkten und westlichen formulierte er so: „Unsere Gegenstände in unsern Händen müssen auch gleichberechtigt, müssen auch Kameraden sein, und nicht diese düsteren und finsteren Sklaven wie hier."

Doch hatte die russische Avantgarde eine zwiespältige Meinung zur materiellen Kultur (im Sinn von Alltagsgegenständen). Der Alltag (byt) wurde im Allgemeinen als etwas angesehen, das man hinter sich lassen müsse, als unwichtig, konservativ und verweiblicht. Kurz, als Hindernis auf dem Weg zu Spiritualität und Fortschritt. Umgekehrt gab es aber auch Künstler wie Tatlin, die in ihrer Kunst die trivialsten Haushaltsutensilien verwendeten.

Etwas von dieser Spannung zwischen hohen Idealen und Lebenswirklichkeit, zwischen streng kritischem Denken und weiblicher Launigkeit wird auch in der Kunst von Anetta Mona Chisa & Lucia Tkácová verhandelt und gestaltet. Ihre Kunst lässt mich daran glauben, dass das Osteuropäertum eine eigenständige kritische Praxis sein könnte.

Dessislava Dimova

 
Works by
Anetta Mona Chisa
Lucia Tkácová
 

Dessislava Dimova *1976 in Karnobat, Bulgarien, lebt und arbeitet in Brüssel.

 

 Exhibition View, Material Culture / Things in our Hands, curated by_Dessislava Dimova, 2011, Courtesy: Christine König Galerie

Exhibition View, Material Culture / Things in our Hands, curated by_Dessislava Dimova, 2011, Courtesy: Christine König Galerie

 Exhibition View, Material Culture / Things in our Hands, curated by_Dessislava Dimova, 2011, Courtesy: Christine König Galerie

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 Exhibition View, Material Culture / Things in our Hands, curated by_Dessislava Dimova, 2011, Courtesy: Christine König Galerie

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 Christine König Galerie

Schleifmühlgasse 1A • 1040 Vienna • Austria

www.christineköniggalerie.com

 

Mario Mauroner Contemporary Art

 Courtesy: Mario Mauroner Contemporary Art

Courtesy: Mario Mauroner Contemporary Art

 

curated by_Ivica Buljan  

Mario Mauroner Contemporary Art

 

more items for the room

Mit „more items for the room“ setzt das slowenische Künstlerduo son:DA (Metka Golec und Miha Horvat) jenen Arbeitsbereich vertiefend fort, den es im Rahmen seiner Multimedia-Praxis schlichtweg als „mouse-computer-drawings“ bezeichnet. Die Motive der großformatigen Unikatprints auf Leinwand zeigen durchwegs unsere Alltagsikonen:  technische Elemente aus der elektronischen Menagerie unserer häuslichen Umfelds wie Telefone, Computer, Wandheizungen, Steckdosen und den unvermeidbaren elektrischen Kabelsalat. 

"Es entsteht ein geradezu schizophrenes Pendeln zwischen Bild und Raum, zwischen Objekt und Prozess, zwischen Statischem und Dynamischen, zwischen dem Vollendeten und Unvollendetem."

Son:DA transportieren den objektiven Status dieser Gegenstände auf eine höhere Ebene und verleihen ihnen damit in Ihren Bildern einen neuen Stellenwert. Ihre Arbeit ist zugleich eine mit feiner Ironie vorgetragene Kritik an der Absurdität der modernen technologisierten Gesellschaft und Ihrer rasant voranschreitenden Entfremdung. 

Der slowenischen Kuratorin und Kritikerin Nevenka Šivavec zufolge sind es zwei Kräfte, die in der Arbeit von son:DA wirken: „Einerseits Ihre direkte und scharfe Stellungnahme zu den erdrückenden und vernichtenden Auswirkungen der High-Tech-Gesellschaft auf den Menschen und andererseits das Vergnügen an der rein formalen, spielerischen Anwendung von Technologie. Die erste Kraft bedient sich des traditionellen Mittels der Bilderzeugung - im Falle son:DA mithilfe des Computers, den das System Kunst sich mühelos angeeignet und kommodifiziert hat.  Die zweite greift das Konzept der offenen Arbeit, Unvollständigkeit und Kommunikation auf und ist von daher weitaus schwieriger zu definieren. Dadurch entsteht ein geradezu schizophrenes Pendeln zwischen Bild und Raum, zwischen Objekt und Prozess, zwischen Statischem und Dynamischen, zwischen dem Vollendeten und Unvollendetem. In ihrem Darstellungssystem gelingt son:DA der Balanceakt zwischen zwei Gegensätzen mit einer eindeutigen Tendenz hin zu einer offenen Struktur, zu Verknüpfungen und Interaktion...“

 

Works by
Metka Golec
Horvat Miha 

 

Ivica Buljan *1965 in Sinj, Kroatien, lebt und arbeitet in Kroatien.

 


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Mario Mauroner Contemporary Art

Weihburggasse 26 • 1010 Vienna • Austria

www.galerie-mam.com

 

Kerstin Engholm Galerie

 Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

 

curated by_Adam Budak

Galerie Kerstin Engholm Galerie

 

EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST

Kidnapping the East may be a necessary if post-Romantic desire, but also a desperate urge to rethink the politics of difference and division within the trans-European context. Emancipatory in itself, „excitable speech“ refers to the liminal areas of the Caucasus and Eurasia, mapping a no-between zone of phantasmagorias, fictive narratives and dubious facts where history appears as a possibility, a filiation, an exercise. Here, the East-West encounter is articulated as a performative and relational act – a mistranslation of sorts – where language and rhetoric are considered subversive elements in the economies if not-politics of post-imperial conquest and heroic resistance. Oscillating between „once upon a time in the east“ and the topos of the East as a „non-location“, follows Judith Butler’s take on marginal subversion and an ethics of alterity and undermines the spatial and temporal paradigm of European stereotypes. An accumulation of Eastern folk knowledge and its transnational imagination, the 13th century satirical sufi figure of Molla Nasreddin acts as an inspiration and guide through the vocabularies of concrete, historical, but also fictitious and phantom-like, mystic libraries of the past and contemporary political realities. A wise fool, Molla appears as a witty agent of progressive thinking, a provider of kidnapping strategies in a hectic postcolonial traffic between East and West, highly relevant to today’s discourses on national belonging, religious and cultural identity, linguistic complexity and social gestalt. The alphabet of „excitable speech“ is a mélange of legend and folk, tradition and a pop culture, deciphered by the artist-cum-kidnapper and staged by the necessarily performative vehicles of appropriation and critique.

Adam Budak

 
Works by
Armen Eloyan
Mekhitar Garabedian
Agnieszka Kurant
Markus Miessen
Hans Schabus
Slavs and Tatars
Sergiej Paradjanov
Abbas Kiarostami
 

Adam Budak *1966 in Jaworzno, Polen, lebt und arbeitet in Graz und Krakau.

 Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

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Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

 Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

 Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

 Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie

Exhibition View, Kerstin Engholm Galerie, EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST, curated by_Adam Budak, 2011, Photo: Kerstin Engholm Galerie


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Kerstin Engholm Galerie

Schleifmühlgasse 3 • 1040 Vienna • Austria

www.kerstinengholm.com

 

Galerie Dana Charkasi

 Pravdoliub Ivanov, Loaded, 2010 

Pravdoliub Ivanov, Loaded, 2010 

 

curated by_Iara Boubnova

Galerie Dana Charkasi

 

An Elusive Object Of Art

Eine der komplexen, eigentümlichen und kon­troversen Beziehungen der Kunst zu anderen Bereichen ist ihre Beziehung zur Warenwelt. So sehr sich die Kunst auch bemüht, es gelingt ihr nicht, sich über ihre unabwendbare, rein mate­rielle Existenz in Form von Objekten hinwegzusetzen. Seit Duchamp setzte eine Vielzahl von künstlerischen Praktiken auf die Entmaterialisierung des Objektes mit dem gleichzeitigen Bestreben, dem Konzept eine vorrangige Stel­lung einzuräumen. Dennoch: Die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der technischen und digitalen Reproduktion, alle Bestrebungen, Ein­zigartigkeit in der Mehrfachauflage und dem Multiple zu verwässern, die Auswirkungen der Verquickung des objektbezogenen Aspektes mit dem zeitlichen Aspekt des Projektcharakters von Kunst – sie alle haben sich hier als unzureichen­de Mittel erwiesen. Die Funktionsweise von Kunst als Objekt hält sich beharrlich; es wird zu einem Objekt des Begehrens, des Besitzens und des Aufbewahrens.

An Elusive Object of Art vereint die Arbeiten von KünstlerInnen, die das materielle Schaffen als Begegnungspunkt von Beziehungen und Be­deutungen betrachten. Die Ausstellung ist voll von Objekten, die aus Metaphern resultieren; von Objekten, die als Metaphern fungieren; von Objekten, die ihre Zugehörigkeit zur Kunstwelt untermauern; von Objekten, letztendlich, die Kunst als eigenständigen Bereich in Frage stel­len. Von Abfall und Müll im Dialog mit traditio­nellen Materialien bis hin zur gänzlich fehlen­ den materiellen Präsenz angesichts audio­ und computergenerierter Bilder – hier zeigt sich die Meinungsvielfalt über Kunstwerk, künstlerische „Arbeit“, Schaffen und Erzeugung von Form und Bedeutung in einer Gesellschaft des Spek­takels und kommerziellen Überdesigns. 

 
Works by
Stefania Batoeva
Alexandra Galkina
Pravdoliub Ivanov
Vikenti Komitski
Ivan Moudov
SOSka Group
Serhiy Popov
Ann Kriventsova
Samuil Stoyanov
Sibin Vassilev
Kostis Velonis

 

Iara Boubnova *1961 in Moskau, lebt und arbeitet in Sofia.

 


Galerie Krinzinger

 Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

 Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

 

curated by_René Block

Galerie Krinzinger

 

Zwischenlager

„Die Einladung, einen Beitrag zu dem Galerienprojekt von departure zu leisten, war nicht unter ein spezifisches, übergreifendes Thema gestellt, sondern hatte mit EAST by SOUTH WEST ein geografisches Motto. Und eine, von meinem eher nordeuropäischen Standort gesehen, durchaus logische Richtung: ist Wien doch seit Jahrhunderten kulturell geprägt durch seine Funktion als Tor zum Balkan, zu Südosteuropa. Das Haus Habsburg hat dort westeuropäische Kultur verbreitet und die der Slawen oder Osmanen angezogen. Wien ist, ganz in dieser Tradition, und nach den politischen Umwälzungen der 90er-Jahre in Osteuropa, wieder eine Stadt des Austauschens und des Vermittelns von Kulturen geworden. Man bleibt vielleicht nicht unbedingt in Wien, aber man begegnet sich hier. Meine Einladung zu einer Begegnung ging an fünf Künstler und eine Künstlerin aus Bulgarien, Rumänien und der Türkei. Drei Länder, die eine gemeinsame Küste am westlichen schwarzen Meer verbindet. Es werden für diese Ausstellung einige neue Arbeiten entstehen, Installationen und Objekte, von Gabriela Vanga (RO) und Pravdoliub Ivanov (BG), fotografische Arbeiten und ein gemeinsames Video von Cengiz Tekin und Sener Özmen (TR). Diese werden mit den Objekten von Vikenti Komitski (BG) und Miklos Onucsan (RO) für die Dauer dieser Ausstellung die Räume der Galerie Krinzinger bespielen. Sie werden für einen überschaubaren Zeitrahmen in Wien zwischengelagert, bevor sie zu ihrer vielleicht endgültigen Departure in die verschiedensten Regionen der Welt weiter vermittelt werden.

René Block

 
Works by
Gabriela Vanga
Pravdoliub Ivanov
Cengiz Tekin
Sener Özmen
Vikenti Komitski
Miklos Onucsan
 

René Block *1942 in Velbert am Niederrhein, lebt und arbeitet in Bremen und Berlin.

 

 Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

 Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger

Exhibition View, Galerie Krinzinger, Zwischenlager, curated by_René Block, 2011, Photo: Galerie Krinzinger


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Galerie Krinzinger

Seilerstätte 16 • 1010 Vienna • Austria

www.galerie-krinzinger.at

 

Charim Galerie

 Ciprian Muresan, Communism Never Happened, 2006

Ciprian Muresan, Communism Never Happened, 2006

 

curated by_Ami Barak

Charim Galerie

 

Der Kommunismus hat nie stattgefunden

Die nach einem Werk von Ciprian Mureşan benannte Ausstellung Communism Never Happened zeigt eine Auswahl rumänischer KünstlerInnen der Gegenwartskunstszene nach dem Regimewechsel. Mureşans Arbeit thematisiert einen in allen Gesellschaften verbreiteten, in provokanter Weise revisionistischen Trend, die Geschichte motiviert durch Eigeninteressen neu zu schrei- ben. Genau das Gegenteil wird in dieser Ausstellung gezeigt: Alle ausgestellten Werke sollen die kommunistische Vergangenheit ihres Landes behandeln. Die KünstlerInnen sind allesamt von diesem Syndrom befallen, wenn auch einige von ihnen zur Zeit des Umbruchs gerade einmal im Teenager-Alter waren. Der Schatten der Diktatur – mit all ihren Avatars und Klischees, ihren Absurditäten, ihrem Lebensstil und ihrer Härte, ihrer kafkaesken Atmosphäre und ihren ewigen Lügen – erweist sich als Überbleibsel jenes „Erstaunens“. Wenn sich diese neuen Generationen endgültig von jenen Erinnerungen befreien wollten, so müssten sie sich auf eine 40-jährige Reise durch die Wüste begeben. Einige von ihnen bergen eine dunkle Seite, weisen jedoch auch parodierende Elemente auf. Bekanntlich sind die einzig wirksamen Mittel gegen eine groteske Atmosphäre Ironie und Distanzierung. So erscheint die Frage des Bildes weiterhin als über allem herrschende, absolutistische Königin, als könnten die Abstraktionswerkzeuge die Geschehnisse der Vergangenheit nicht sublimieren. Die KünstlerInnen erscheinen post-konzeptionell. Im Zuge der notwendigen Aktualisierung der Kunst in den ehemaligen kommunistischen osteuropäischen Ländern stellt die Auseinandersetzung mit Ideen und Gedankengut nach wie vor eine vorrangige Aufgabe dar, und wie es scheint, ist der Grad an Glaubwürdigkeit, der diesen Generationen mit der Zeit zuerkannt wird, lediglich una cosa mentale – eine mentale Sache. All diese KünstlerInnen haben internationale Laufbahnen eingeschlagen und waren auf namhaften Veranstaltungen der vergangenen Jahre vertreten.

 

Works by
Mircea Cantor
Calin Dan
Adrian Ghenie
Iosif Király
Victor Man
Olivia Mihaltianu
Ciprian Muresan
Ioana Nemes
Serban Savu 
 

Ami Barak *1952 in Rumänien, lebt und arbeitet in Paris.

 


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Charim Galerie

Dorotheergasse 12/1 • 1010 Vienna • Austria

www.charimgalerie.at