Croy Nielsen
curated by Milan Ther
Milan Ther ist Direktor des Kunstvereins in Hamburg, wo er Ausstellungen von Ima-Abasi Okon, Silke Otto-Knapp, Diego Marcon, Olga Balema und Coumba Samba organisiert sowie großangelegte Projekte wie The Educational Web und On the Origins of the 21st Century or the Fall of Communism as Seen in Gay Pornography betreut hat. Darüber hinaus hat er das Hanne-Darboven-Künstler-in-Residenz-Programm in Zusammenarbeit mit der Darboven Stiftung in Harburg sowie ein Residenzprogramm für Projekträume im Kunstverein in Hamburg ins Leben gerufen.
Lenke Rothman wurde 1929 in Kiskunfélegyháza, Ungarn, geboren.
Von 1944 bis 1945 war sie in Auschwitz, Guben und Bergen-Belsen interniert und wurde vom Roten Kreuz 1945 nach Schweden gebracht. Die Jahre 1945 bis 1951 verbrachte sie in Krankenhäusern in Schweden; von 1951 bis 1955 besuchte sie die Kunstschule in Stockholm und 1956 sowie 1957 die Accademia di Belle Arti in Ravenna, Italien. Sie heiratete Sivar Arnér in 1959; ihr Sohn Elias wurde 1966 geboren. Rothman war Mitglied der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Schweden seit 1976. Seit 1951 stellte sie ihre Werke in mehreren Gruppenausstellungen in Schweden und im Ausland aus und hatte 1960 ihre erste Einzelausstellung, der viele weitere folgten. Eine große Retrospektive fand 1976 an der Royal Academy of Art in Stockholm statt, eine zweite folgte 2008 im Dunker Art Museum in Helsingborg; zu den jüngsten Retrospektiven zählen Ausstellungen in der Malmö Konsthal 2024–5 und im Kunstverein in Hamburg 2026.
Rothman war Bühnenbildnerin für die Inszenierung von Strindbergs „Ostern“ am Stockholmer Nationaltheater 1981. Sie wirkte mit an einer Sendung über Kreativität für das schwedische Fernsehen 1979 und an einer Fernsehsendung mit Andy Warhol 1981. Sie ist im Moderna Museet, im Nationalmuseum und in der Königlichen Schwedischen Bibliothek in Stockholm, an der Universität Uppsala sowie in zahlreichen Privatsammlungen in Schweden, den USA, Finnland, London und Paris vertreten.
Rothman war am P.S.1 in New York in 1981 und bei der Djerassi Foundation in Woodside in 1984, Kalifornien Artist-in-Residence. Des Weiteren ist sie Autorin von „Quality of Life“ (1981) und „OK OK NO New York“ (1984), beide erschienen bei Kalejdoskop, Ahus, Schweden.
Lenke Rothman starb 2008 an Leukämie.