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Charim Galerie
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Adresse
Dorotheergasse 12
1010 Wien

Barrierefreiheit
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Kurator*innen
CV


Künstler*innen
Noémie Degen/Simon Jaton
Noémie Degen/Simon Jaton
CV

1996, Frankreich & 1994, Schweiz. Leben und arbeiten zwischen Paris, Genf und Lausanne. 


Judith Eisler
Judith Eisler
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1962, USA. Lebt und arbeitet zwischen Warren, CT und Wien.


Ceal Floyer
Ceal Floyer
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1968. Lebt und arbeitet in Berlin. 


Deborah-Joyce Holman
Deborah-Joyce Holman
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1991, Schweiz. Lebt und arbeitet zwischen London und Basel. 


Alexandra Noel
Alexandra Noel
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1989, USA. Lebt und arbeitet in Los Angeles. 


Asha Schechter
Asha Schechter
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1978, USA. Lebt und arbeitet in New York.


Nanténé Traoré
Nanténé Traoré
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1993, Frankreich. Lebt und arbeitet in Brüssel. 


Joseph Zehrer
Joseph Zehrer
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1954, Deutschland. Lebt und arbeitet in Köln.



Reprise

„Reprise“ ist ein Wort, das es sowohl im Englischen als auch im Französischen gibt - eine Rückkehr, eine sich wiederholende Geste, ein Fragment, das das Ganze wiedergibt, insbesondere in der Musik.

Im Französischen suggeriert „Reprise“, dass man etwas wieder aufnimmt, wo man es verlassen hat, und vermittelt ein Gefühl der Unterbrechung, des Innehaltens und Wiederaufnehmens.

Diese Ausstellung lehnt sich an die englische Resonanz des Wortes an und erforscht, wie die Wiederholung eines Satzes, eines Soundtracks, einer Zugfahrt, einer guten oder schlechten Angewohnheit Bedeutung, Erinnerung und Veränderung mit sich bringen kann.

Ceal Floyers Klangstück aus dem Jahr 2002 erklingt neben Bachs Goldberg-Variationen, die 1741 komponiert, 1956 von Glenn Gould interpretiert und später in Thomas Bernhards Roman „Der Verlierer“ von 1983 eindringlich fiktionalisiert wurden.

Der Gedanke, dass das Kino uns erlaubt, mit den Wiederholungen des Lebens zurechtzukommen, zieht sich durch die Werke von Deborah-Joyce Holman, Judith Eisler, Asha Schechter, Nanténé Traoré, Joseph Zehrer, Noémie Degen und Simon Jaton.

Auch Alexandra Noel denkt über Wiederholungen in ihren Bildern nach: „Ich male nicht oft Menschen, aber ich denke an sie, während ich male, also sind sie vielleicht irgendwie in sie hineingezogen. Es ist, als würde man einen Film sehen, der aus demselben Bild besteht, das sich immer und immer wieder wiederholt. Ich warte darauf, dass der Schauspieler auftaucht oder dass sich etwas bewegt. Dahinter ist ein Licht, und ich kann hören, wie sich der Film physisch bewegt, aber die Leinwand ist statisch.“

Wiederholung träumt von Reparatur und Heilung - wie das Aussprechen eines Wortes in der Psychoanalyse, aber auch durch Kontemplation, durch Routine, durch Bewegung, durch Veränderung.

Judith Eisler erinnert an Kierkegaards Paradox: „Die Ironie der Wiederholung liegt in der Tatsache, dass sie von Natur aus unwiederholbar ist. Schon der Versuch, etwas zu wiederholen, verwandelt es und macht es zu einer neuen Erfahrung. Dies unterstreicht die Schwierigkeit, die Essenz eines vergangenen Moments zu erfassen.“

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Media

Bilder

Alexandra Noel, Train, 2025, oil and enamel on wood panel, 10.8 x 22.9 x 1.9 cm

Courtesy: Alexandra Noel & Crèvecœur, Paris

Nanténé Traoré, late night tales, 2025, Impression Fine Art sur papier Arches 310g, 55,5 x 40,5 cm (framed), edition of 3 + 2 AP (1/3)

© Grégory Copitet. Courtesy: Nanténé Traoré & Sultana, Paris

Judith Eisler, Maria 2, 2025, oil on panel, 30 x 50 cm

Courtesy: Judith Eisler & Charim Galerie, Vienna

"Close-up", 2024. Deborah Joyce Holman. Film still.

Courtesy of the artist

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photo: Flavio Palasciano
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