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Charim Galerie Wien
curated by Kristian Vistrup Madsen

Adresse
Dorotheergasse 12
1010 Wien

Barrierefreiheit
barrierefrei

Kurator*innen
Kristian Vistrup Madsen
Kristian Vistrup Madsen
CV

Kristian Vistrup Madsen ist Schriftsteller und lebt in Berlin. Seine Texte sind in Zeitschriften wie Artforum, Harpers und The White Review erschienen. Doing Time: Essays on Using People wurde 2021 von Floating Opera Press veröffentlicht.

Künstler*innen
Christopher Aque
Christopher Aque
CV

(USA, 1987)


Richard Hawkins
Richard Hawkins
CV

(USA, 1961)


Evelina Jonsson
Evelina Jonsson
CV

(Schweden, 1990)


Lazar Lyutakov
Lazar Lyutakov
CV

(Bulgarien, 1977)


James Richards
James Richards
CV

(Wales, 1983)


Inge Svensson
Inge Svensson
CV

(Dänemark, 1942)



photo credit: Wiktor Hansson

Play it as it lays

„Play it as it lays” ist eine Ausstellung, dessen Titel sich auf den Roman von Joan Didion aus dem Jahr 1972 bezieht, der den Nihilismus des Überdrusses, begleitet von Langweile, im späten 20. Jahrhundert thematisiert. Wie konkretisierten sich diese Nachwehen der 60er Jahre, entlang jener schroffen kulturellen Bruchlinie, die nicht, bzw. nicht nur, Jugend, Fortschritt und die Befreiung von Zwang und Restriktionen, sichtbar macht, sondern eben auch die Abgründe – ein leeres Zentrum – von Konfusion, Rastlosigkeit und Melancholie, vor Augen führt. 

„Der Formalismus ist ein Spiel, das es nicht mehr wert ist, gespielt zu werden.” schreibt der Kunstkritiker Robert Hughes 1972, dem Erscheinungsjahr von Joan Didions Buch, im Time Magazine. Das wissen auch Didions Protagonist*innen und machen trotzdem weiter wie bisher. Sie sind der Inbegriff eines „kalifornischen Charakters“ in einer Zeit, in der Kalifornien zum Synonym für etwas Größeres und Bedeutsameres wurde, als sie selbst es je sein werden: Hollywood, Silicon Valley, die ganze Erde.

Es stellen sich demnach einige Fragen an diejenigen, die gespürt haben, dass „der Traum zu Ende ist und sie dennoch weitergeschlafen haben”. War Land Art der formale Triumph über den Horizont oder lediglich ein Beweis für die Kleinheit des Menschen? Und der Blick in eine Lavalampe, der Blick in uns selbst? Was, wenn wir dabei nicht die Unendlichkeit sehen, sondern nur seine Grenze: Nichts? 

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Bilder

Inge and Ingemar Svensson, The Qoullotokk Line, Greenland, 1972-1992.

Photo: Magni Moss.