Gregor Podnar
curated by Katarzyna Różniak-Szabelska
Katarzyna Różniak-Szabelska – Kunsthistorikerin und Kuratorin in der Abteilung für Moderne Kunst des Muzeum Sztuki in Łódź. Mitglied des kuratorischen Teams der Dauerausstellung „Ways of Seeing. Collection of Muzeum Sztuki in Łódź“, die 2025 eröffnet wurde. Sie absolvierte ein Studium in Kunstgeschichte an der Universität Warschau.
Von 2020 bis 2025 war sie an der Arsenal Gallery in Białystok tätig, wo sie die Gruppenausstellungen „Cocaigne“, „Fiddlesticks“, „Right after Valentine’s Day“ (gemeinsam mit Tomek Pawłowski-Jarmołajew), „Deschool!“, „In the beginning was the Deed!!*“ (gemeinsam mit Post Brothers) sowie Einzelausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern wie Augustas Serapinas (gemeinsam mit Post Brothers), Anna Hulačová, Yarema Malashchuk und Roman Khimei, Gideon Horváth, Patryk Różycki, Marta Romankiv, Alicja Rogalska, Lukáš Jasanský und Martin Polák kuratierte. Darüber hinaus realisierte sie Interventionen im öffentlichen Raum sowie zahlreiche gemeinschaftsorientierte Projekte mit dem Publikum.
Ihr Schwerpunkt liegt vor allem auf den sozialen Dimensionen der zeitgenössischen und modernen Kunst in Mittel- und Osteuropa.
Ausstellungstext
„Additional Scenes“ vereint Werke von Wojciech Bruszewski, Paweł Kwiek, Yarema Malashchuk & Roman Khimei, Małgorzata Potocka, Józef Robakowski und dem „Workshop of the Film Form“. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Sztuki in Łódź und mit Unterstützung des Polnischen Instituts Wien präsentiert wird, verbindet die experimentellen Filmpraktiken der polnischen Neoavantgarde der 1970er Jahre mit zeitgenössischen Ansätzen zum bewegten Bild.
Die Ausstellung sucht nach Spuren von Liebe und Verbundenheit innerhalb einer der analytischsten Strömungen der polnischen Neoavantgarde und beleuchtet dabei den Versuch der Künstler, den Film als offene Kommunikationsform ohne filmische Konventionen zu begreifen. Zudem betrachtet sie die Beziehungen zwischen den Künstlern als Räume der Zusammenarbeit und Fürsorge und fragt gleichzeitig, wie diese die Sichtbarkeit in der Kunstgeschichte geprägt und bisweilen verzerrt haben. Diese Fragen werden durch die Arbeiten von Yarema Malashchuk und Roman Khimei in die Gegenwart übertragen, deren Praxis die Konstruktion filmischer Bilder vor dem Hintergrund der großangelegten Invasion Russlands in der Ukraine untersucht. Auch hier eröffnet das Aufdecken der Künstlichkeit filmischer Darstellung die Möglichkeit einer authentischen Verbindung zwischen Filmemachern, Schauspielern und Zuschauern.
Events
Bilder
Yarema Malashchuk and Roman Khimei, Additional Scenes, 2024
single-channel video, 16 min 46 s; video still
Yarema Malashchuk and Roman Khimei, Additional Scenes, 2024
single-channel video, 16 min 46 s; video still