Galerie Kandlhofer
curated by
Shored Against My Ruins
Die Fragmentierung ist letztlich eine Illusion.Sie ist eine Täuschung, eine Fata Morgana, die sich durch Melancholie und Euphorie bemerkbar macht, wenn das Leben auseinanderfällt und zersplittert. Manchmal werden die Dinge des täglichen Lebens - ein Mondaufgang, eine einfache Mahlzeit, eine unnachgiebige Klage, das Zusammenlegen frisch gewaschener Wäsche - zu einem ritualisierten Akt, durch den wir das Sublime wahrnehmen. Das Erkennen dieser winzigen flüchtigen Splitter ist alles, es ist Vollkommenheit.
Shored Against My Ruins zeigt Arbeiten von sieben Künstler*innen, die sich mit offenen Enden, dem Unentschlüsselbaren und dem Unaufgeräumten beschäftigen. Ihre Arbeiten sind eng mit dem Prozess des Auflösens verbunden. Mit einem besonderen Bezug zum physischen und psychischen Archiv setzen sich die Künstler*innen mit der Idee des Wiederzusammensetzens auseinander. Ihre Arbeiten bestehen aus persönlichen und kollektiven Objekten, Erinnerungen und autobiografischen Erfahrungen, die uns daran erinnern, genau darauf zu achten, was wir im Laufe unseres eigenen, endlosen Rekonstruktionsprozesses ansammeln.
These images persist
They work on me
As I glean and gather
And work on them, too
For a new, or at least another