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The gallery festival with international curators in Vienna.
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Lombardi—Kargl
curated by João Laia

Ausstellung
Threesome (magnetic fields)

Kurator*innen
João Laia
João Laia
CV

João Laia ist seit 2024 Künstlerischer Direktor des Contemporary Art Department of the Municipality of Porto. Von 2019 bis 2024 war er Chefkurator am Kiasma – National Museum of Contemporary Art in Helsinki.
Gemeinsam mit Valentinas Klimašauskas kuratierte er den litauischen Nationalpavillon auf der 60. Biennale von Venedig (2024) sowie die 14. Baltische Triennale im CAC in Vilnius (2021). Darüber hinaus kuratierte Laia unter anderem die 12. Göteborg-Biennale (2023) und war Co-Kurator der 18. und 19. Ausgabe von Videobrasil in São Paulo (2015–17).


Künstler*innen
Joana da Conceição
Joana da Conceição
CV

Geboren 1981 in Porto, lebt und arbeitet in Lissabon


Joana Escoval
Joana Escoval
CV

Geboren 1982 in Lissabon, lebt und arbeitet in Lissabon



Adresse
Schleifmühlgasse 5
1040 Wien

Barrierefreiheit
nicht barrierefrei

Photo: Sergio Monteiro, Galeria Municipal do Porto

Ausstellungstext

Threesome (magnetic fields) 

Die Ausstellung vereint die künstlerischen Positionen von Joana da Conceição und Joana Escoval, zwei Künstlerinnen, deren Arbeiten die Grenzen menschlicher Wahrnehmung, Sinneswahrnehmung und des Bewusstseins ausloten.

Conceição schafft in ihren Arbeiten einen Dialog zwischen Bild und Klang, der häufig die Form immersiver Installationen annimmt. Entwickelt aus Farbe, Licht, akustischen Rhythmen und sich drehenden Mustern, hinterfragen diese audiovisuellen Räume die Vorstellung, dass das Auge einen zentralen Zugang zum Verständnis der Realität darstellt. Vielmehr laden sie dazu ein, sich der Welt auf offenere, ganzheitlichere und sinnlichere Weise anzunähern.

Joana Escoval arbeitet mit einem erweiterten Skulpturbegriff, um über unser Verhältnis zur Welt nachzudenken. Ihre Arbeiten entfalten sich in an Konstellationen erinnernden Anordnungen von Elementen, die an Energieleiter, Schaltkreise oder Energiebahnen erinnern können. Auf diese Weise begreift Escoval das Leben als ein miteinander verbundenes Geflecht aus Kräften und Synergien. Ihre subtilen und zugleich kraftvollen Gesten lenken die Aufmerksamkeit auf die oft unsichtbaren Kräfte, die das Leben auf unserem Planeten prägen.

Ausgehend vom Verständnis des menschlichen Körpers als durchlässig und verbunden, anstatt als isoliert und in sich abgeschlossen, schafft Threesome (magnetic fields) ein relationales System zwischen zwei künstlerischen Positionen. Gemeinsam bilden die Arbeiten einen Erfahrungsraum, der dazu einlädt, unsere Wahrnehmungsfähigkeiten zu erkunden und zu erweitern.

Bilder, Körper und Klänge erzeugen gemeinsam einen Raum des kontinuierlichen Wandels, vergleichbar mit magnetischen Feldern in einem Prozess alchemistischer Transformation. Klang ist dabei die zentrale Kraft, die die gesamte Ausstellung durchdringt und eine Landschaft mit kosmischen Zwischentönen formt, in der sich das Mikro, das Makro und das Pixelhafte ineinander übergehen. Die Anziehungskraft jedes einzelnen Elements erzeugt eine Bewegung der Annäherung und des ineinander verschlungenen Spiels und lädt dazu ein, sich von festgelegten oder erstarrten Formen des Erlebens zu lösen.

Escovals Antennen aktivieren Conceiçãos traumartige Landschaften und treten in Verbindung mit den satellitenähnlichen im Raum kreisenden Körpern. Gleichzeitig bilden die wiederkehrenden Strukturen des Klangs und seines Apparats ein akustisches Mandala, das die elektrischen Schwingungen des Herzschlags eines Pferdes widerhallen lässt. In diesem Kontext erscheint Introspektion nicht als Isolation, sondern als Dynamik der Verbindung und Erweiterung, vergleichbar mit dem Atmen, das gleichermaßen nach innen als auch nach außen gerichtete Bewegungen voraussetzt.

In diesem transitorischen Raum weichen etablierte Unterscheidungen wie Selbst und Anderes, Innen und Außen, Horizontales und Vertikales, Abstraktes und Gegenständliches oder Statik und Bewegung einer sinnlichen Erfahrung der tiefen Verbundenheit aller Dinge. Threesome (magnetic fields) eröffnet einen Raum für intuitive Formen der Auseinandersetzung mit der Welt und damit für eine Verbindung zu ihr und bietet eine affektive Feier der lebendigen Vielschichtigkeit des Universums.

João Laia

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Events

Bilder

Joana Escoval, armonia II, 2025, brass, air, human hair, approx. 245 cm height, diameter 44 cm

Photo: Bruno Lopes

Joana Escoval, Becoming sound I, 2024, brass, air, wave motions, approx. 100 x 30 x 40 cm

Photo: Bruno Lopes

Joana Escoval, It arises not from any couse, but from the cooperation of many, 2025, bronze, brass, variable in relation to space

Photo: Roberto Ruiz

Joana Escoval, Revolution, 2024, brass, strengh, approx. diameter 45 cm x 6 cm depth

Photo: Bruno Lopez

exhibition view: Joana da Conceição, Prata à Lua. Lehmann, Porto 

Dinis Santos

Joana da Conceição, Mastura Ritual de Dois Sandues, 2016, acrylic on canvas, 133 x 155 cm

Courtesy the artist and Lehmann Gallery

Joana da Conceição, Satélit, 2025, acrylic on canvas, wooden and MDF structure, copper sheet, rotating motor, 30 x 30 x 13 cm

Courtesy the artist and Lehmann Gallery

Joana da Conceição, Mary Jane & Julius, 2025, diptych, pigment and acrylic on canvas, bass hinge, 44 x 31,5 x 15 cm

Courtesy the artist and Lehmann Gallery