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The gallery festival with international curators in Vienna.
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Galerie Steinek
curated by Julika Bosch

Ausstellung
Love’s Practitioner

Kurator*innen
Julika Bosch
Julika Bosch
CV

Julika Bosch lebt und arbeitet in Düsseldorf. 2026 kuratiert sie Ausstellungen in der VAW, Düsseldorf, und initiiert ein Projekt zum 70. Jubiläum der Schwimmoper, Wuppertal: Gemeinsam mit Vincent Stange entwickelt sie eine Schwimmoper im gleichnamigen Schwimmbad mit künstlerischen Beiträgen, Chor, Synchronschwimmen sowie Sound über und unter Wasser. 

Von 2021 bis 2026 war sie Kuratorin und ab 2022 Direktorin der Sammlung Philara, Düsseldorf. Sie präsentierte dort u.a. die umfassende Gruppenausstellung Cutting the Puppeteer’s Strings, welche Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf Machtverhältnisse, Kontrolle und persönliche Freiheit anhand von Puppenspiel, Marionetten und Schattenspiel untersuchte. Die Ausstellung vereinte Positionen von unter anderem Jos De Gruyter & Harald Thys, Leila Hekmat, Lili Huston-Herterich, Eva Koťátková, Lap-See Lam, Wael Shawky, Mikołaj Sobczak, Kara Walker u. Dardan Zhegrova. Zudem präsentierte sie umfassende Einzelausstellungen mit Phillip Sollmann & Konrad Sprenger, William N. Copley & Dorothy Iannone, Mercedes Azpilicueta u.a. 

2020 war sie kommissarische Leiterin (gemeinsam mit Lea Altner) und Kuratorin (2018-2021) der Kestner Gesellschaft in Hannover. Dort realisierte sie unter anderem die umfassende Einzelausstellung Mother Tongue von Camille Henrot, sowie die Ausstellung HOST von Hassan Khan u.a. 2019 arbeitete Julika Bosch mit Christina Végh und Philipp Kaiser an der Ausstellung Wo Kunst geschehen kann. Die frühen Jahre des CalArts, die 41 Positionen der legendären Gründungsjahre der amerikanischen Kunsthochschule California Institute of the Arts (CalArts) versammelte, darunter bspw. Michael Asher, John Baldessari, Carrie Mae Weems, Judy Chicago und Allan Kaprow. Julika Bosch ist Mitbegründerin der Online-Zeitschrift Kunstgeschichte und Zeitgenossenschaft, hat diverse Katalogbeiträge publiziert und für Hyperallergic geschrieben.


Künstler*innen
Renate Bertlmann
Renate Bertlmann


Alice Channer
Alice Channer


Talia Chetrit
Talia Chetrit


Ja Jess
Ja Jess


Iosif Király
Iosif Király


Aurora Király
Aurora Király


Meret Oppenheim
Meret Oppenheim


Sarah Pucci
Sarah Pucci


Haiqing Wang
Haiqing Wang



Adresse
Eschenbachgasse 4
1010 Wien

Barrierefreiheit
barrierefrei

Photo: Ezgi Yildiz

Ausstellungstext

Die Ausstellung Love’s Practitioner bringt Werke von Künstler*innen mehrerer Generationen zusammen, die emotionale Vertrautheit als aktive Verbindung zu anderen und Erweiterung des Selbst durch andere thematisieren. Liebe wird hierbei als körperliches und geistiges Hineindenken in das Gegenüber, als Miteinander-Denken, als kontinuierliche Fürsorge gesehen, die Beziehungen aufrechterhält und die das Können, die Grenzen und das Wohlergehen anderer in den eigenen Zustand integriert.[1]

Einige Werke verhandeln Metaphern, Symbole und emotional aufgeladene Bilder der Liebe – die Farbe Rot, weibliche Schuhe, Parfüm, Rosendornen, lackierte Fingernägel oder geheime Notizen –, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Zwar ist Liebe stark durch vorgefertigte Bilder geprägt, doch wird sie stets völlig neu empfunden. Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen, die sich von stereotypen Interpretationen oder Geschlechterzuschreibungen zu befreien suchen und darauf abzielen, sich in Beziehung zu setzen.

Von Ja Jess (* 1998) und Haiqing Wang (* 1994) über Talia Chetrit (* 1982), Alice Channer (* 1977), Aurora Király (* 1970) und Iosif Király (* 1957) bis hin zu Renate Bertlmann (* 1943), Meret Oppenheim (1913–1985) und Sarah Pucci (1902–1996) entwickeln die in der Ausstellung versammelten Künstler*innen jeweils ganz eigene Bilder von Kontaktzonen: In Fotografie, Collage, Skulptur und Performance greifen sie Prozesse der Selbstwerdung und der geistigen und körperlichen Annäherung, familiäre Formen von Zuneigung oder die Weitergabe von Verbundenheit über Generationen hinweg auf. Dabei erscheint Liebe nicht als romantisches Ideal, sondern als alltägliche Praxis, die sich in Berührung, Einfühlen und Erinnerung, künstlerischer Zusammenarbeit oder im Lesen und Schreiben als Sich-aufeinander-Einlassen manifestiert. In der Hinwendung zum Fühlen, Spüren, Sich-Entsinnen wird der Vorstellung eines ultimativen kohärenten Selbst die eines lebendigen, offenen Prozesses entgegenstellt.

Zur Ausstellungseröffnung entwickelt Ja Jess eine Performance, die mit dem genetischen Textkörper einer virtuellen Befruchtung verbunden ist. Im Gesang von Jess überlagern sich DNA-Sequenzen, die für Kommunikation – für Sprache und Stimmbildung – zuständig sind.

 

[1] Liebe erscheint hier als eine Art der Verbindung, wie sie insbesondere Bell Hooks mit Hilfe von M. Scott Peck (und einem Echo Erich Fromms) beschreibt: „the will to extend one’s self for the purpose of nurturing one’s own or another’s spiritual growth.“ Peck aus The Road Less Traveled, 1978, zit. n. Hooks, in: All About Love. New Visions. New York 2001, S. 4. Auch der Titel entspringt einem Zitat v. Hooks, ebd., S. XX.

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Events

Bilder

Talia Chetrit
"Blue Angel, 2024
Inkjet print mounted on aluminum
80,6 x 49,9 cm (framed 81,2 x 55,5 cm)
Edition of 4 + 2 AP

© Tino Kukulies, Courtesy die Künstlerin und Sies + Höke, Düsseldorf 

Alice Channer
Climber (Sprinter), 2025
Enamelled, chromed and naked rose thorns; 'Chrome Front Grill 5 pcs S.STEEL For Mercedes SPRINTER W907 2018-UP'
56 x 3.5 x 311 cm

Bild & Courtesy of the artist and Konrad Fischer Galerie

Renate Bertlmann, Zärtliche Berührungen - Tender Touches – Tableau, 1976-2026, Digital-Fotografe kaschiert auf Dibond, 
70 x 68,92 cm, Auflage 1/5+2 AP
©  Renate Bertlmann / Bildrecht, Courtesy Galerie Steinek
Sarah Pucci, Untitled, 1980´s, Perles, paillettes, épingles, mousse, médaillon, 20 x 18 x 9 cm, Unique
© Marc Domage, Courtesy The Estate of Dorothy Iannone